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 STAUDEN 

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Der Boden

Einmal eingepflanzt übernehmen die Wurzeln bald die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen und geben der Pflanze ihren Halt. Der Zustand des Bodens bestimmt die Entwicklung der Pflanze; daher sollte man seine besondere Aufmerksamkeit der Bodenpflege widmen. Dies bezieht sich auf den Erhalt der Durchlässigkeit und Nährstoffgehalt des Bodens (siehe Gehölze). Um dies zu erreichen,
sollte der Boden regelmäßig aufgelockert werden, wobei man darauf achten soll, nicht die Wurzeln zu beschädigen. Durch das Lockern
erreicht man, dass das Gießwasser leichter zu den Wurzeln gelangt und diese gleichzeitig belüftet werden.

Unkraut
In einem naturnahen Garten sollte kein Unkraut geduldet werden, denn wenn es sich einmal angesiedelt hat, ist es besonders schwer wieder in den Griff zu bekommen. Unter für das Unkraut günstigen Bedingungen, können Unkräuter innerhalb kürzester Zeit eine Staudenpflanzung völlig durchdringen, die Staude bedrängen und im schlimmsten Fall sogar ersticken. Doch was ist Unkraut und was nicht...?

Als Unkraut werden in der Regel die Pflanzen betrachtet, die sich durch eine große Wuchskraft und Vermehrungsfähigkeit auszeichnen und als unerwünscht gesehen werden, da diese sowohl Platz als auch Nährstoffe benötigen, die man für die Stauden gedacht hat. Besondere Aufmerksamkeit verlangen Prachtstaudenbeete und Rabatten, auf deren offenen Bodenflächen vielerlei Unkräuter beste Ausbreitungschancen finden. Auch in Steingärten können sie sich in Fugen und Ritzen bestens einnisten. Dagegen haben sie es zwischen eingewachsenen Stauden besonders schwer, noch eine geeignete Lücke zu finden.

Unkraut jäten
Am besten werden Unkräuter in einem Arbeitsgang mit der Bodenlockerung entfernt. Keimlinge kann man mit der Hacke abschlagen und anschließend aufsammeln. Die tiefsitzenden Wurzelunkräuter, wie z.B. Quecke oder Löwenzahn, sticht man sorgfältig aus. Dabei sollte beachtet werden, dass die gesamte Wurzel entfernt wird, da sonst aus stehenbleibenden Wurzelresten wieder eine neue Pflanze entsteht. Bei regelmäßiger Kontrolle auch vom Inneren der Staudenpflanze, kann das Unkraut im wahrsten Sinne des Wortes schon im Keim erstickt werden.
Bewässerung

Befinden sich Wildstauden an der richtigen Stelle, so werden sie meistens ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt. Auch länger ausbleibende Niederschläge beeinträchtigen sie nicht. Bei anhaltender Trockenheit, werden Blüten abgestoßen um den Wasserhaushalt zu regulieren. Um dies zu vermeiden, muss man unter Umständen auch Wildstauden regelmäßig bewässern. Bei Prachtstauden ist jedoch das Gießen bei längerer Trockenheit unumgänglich, da sie sonst großen Schaden nehmen würden oder sogar eingehen.


Die Wassermenge, die den Stauden zur Verfügung steht, ist abhängig von der Qualität des Bodens. Sandige Böden können das Wasser nur schlecht halten, tonige dagegen neigen dazu, zu viel Wasser zu speichern. Auch der Humusgehalt des Bodens spielt eine erhebliche Rolle, da auch dieser viel Wasser speichert. Gegossen wird spätestens dann, wenn die Pflanze deutliche Anzeichen für ein Zuwenig an Wasser zeigt, wie z.B. hängende Blätter, wobei auch ein Zuviel an Wasser das gleiche Bild gibt, also besser prüfen!

Am besten gießt man früh morgens, damit sich die Nährstoffe lösen können und mit dem Wasser den ganzen Tag über den Wurzeln zur Verfügung steht. Wird dagegen mittags gegossen, so besteht die Gefahr der Verdunstung. Der größte Fehler ist jedoch das Gießen am Abend! Obwohl vielfach praktiziert. Doch bedenken Sie, dass die Pflanzen genau wie Sie ungern mit nassen Socken ins Bett gehen. Denn auch Pflanzen stellen ihre Funktionen nachts weitestgehend ein, so dass sie in dieser Zeit kaum Wasser benötigen. Nun sagt man, dass möglicherweise durch Wasserperlen das Laub verbrennen kann, wobei es sich hierbei um ein Ammenmärchen handelt, da früh morgens die Pflanzen sowieso von Tautropfen bedeckt sind, die sogar eine wichtige Rolle bei dem umgekehrten Saftstrom spielen.

Das Düngen
Dass Pflanzen Nährstoffe zum Wachsen brauchen ist allgemein bekannt. Nur wenn Stickstoff, Phosphor, Schwefel, Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen, Mangan und andere Nährstoffe ausreichend zur Verfügung stehen, ist ein gesundes Wachstum möglich. Nicht nur ein Mangel sondern auch ein Überschuss kann dies beeinträchtigen. Ziel des Düngens ist, für eine möglichst lange Zeit ausreichend Nährstoffe in den Boden einzubringen. Werden die Nährstoffe vom Boden gut gespeichert, können die Pflanzen jederzeit darüber verfügen. Durch regelmäßige gezielte Düngergaben wird langfristig das Speichervermögen des Bodens verbessert, man erspart sich häufiges Düngen und verhindert eine Auswaschung der Nährstoffe (siehe Gehölze: Pflege & Schnitt).
Abstützen

Meist können Stauden mit schwachen Trieben die großen Blüten aus eigener Kraft nicht tragen. Hier sollte man ihnen die Möglichkeit geben, ihnen die Last mit einem Bambusstab zu nehmen. Die Länge der Stäbe richtet sich ganz nach der Pflanze und sollte diese um ein Drittel ihrer endgültigen Wuchshöhe überragen. Eine Stütze brauchen z.B. Hoher Rittersporn, Herbstastern oder Pfingstrosen, deren Horste leicht auseinanderfallen. Hier ist zu empfehlen, alle 30 bis 40 cm einen Stab aufzustellen, zwischen denen man eine Schnur spannt. Im Handel werden auch Ringe zu diesem Zweck angeboten.


Winterschutz
Stauden aus Gebieten mit frostigen harten Wintern, brauchen hierzulande keinen Winterschutz, die aus milderem Klima stammenden jedoch wohl. Empfindliche Arten, z.B. Federmohn, brauchen für den Winter eine schützende Decke. Auch Enzian braucht einen Schutz vor Frost. Wie bei vielen Gebirgspflanzen fehlt auch ihm die schützende Schneedecke. Eine Winterabdeckung wird am besten aus Fichtenzweigen hergestellt, indem man sie ziegelartig übereinander legt und die Enden in den Boden steckt um ein Wegwehen zu verhindern. Eine andere Schutzmethode ist das Anhäufen von Trockenlaub oder die Beschichtung mit Rindenmulch. Wobei man beachten muss, diesen Schutz rechtzeitig im Frühjahr zu entfernen, da sonst der Austrieb behindert werden kann.
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