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Wissensdatenbank

Lampionsblume (Physalis alkekengi)

Bestimmungsmerkmale:
Die Pflanze hat grünliche Blüten, die einzeln aus den Blattachseln entspringen. Sie erscheinen von Mai - August. Der Kelch färbt sich zur Fruchtreife orangerot und sieht wie ein Lampion aus. In seinem Inneren entwickelt sich die kirschgroße, rote Beere. Sie hat einen säuerlich-bitteren Geschmack. Die roten Lampions werden gern als Winterschmuck benutzt. Die Blätter der Lampionsblume haben eine dreieckige Form und laufen vorne spitz zu. Die Pflanze wird 25 - 100 cm hoch.

Standort und Verbreitung:

Die Lampionsblume wächst in Mittel- und Südeuropa in Auwäldern und an Waldrändern. Sie bevorzugt kalkhaltigen Boden. Sie wird auch als Zierpflanze in Gärten gezogen und ist von da aus verwildert. Man kennt über 110 Arten der Physalis-Gattung, die fast alle in Südamerika beheimatet sind.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Wurzel der Pflanze enthält Tropinderivate, der oberirdische Teil, mit Ausnahme der Beeren, Steroidlactone. Sie können allerdings durch die Drüsenhaare leicht auf die Beeren übertragen werden. Die Lampionsblume ist im allgemeinen als ungefährlich einzustufen. Nur nach Aufnahme größerer Mengen der Beeren kann es zu Übelkeit, Schweißausbrüchen und Herzbeschwerden kommen (Vergiftungserscheinungen ähnlich denen der Tollkirsche, nur erheblich schwächer).

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Die Lampionsblume wirkt harn- und schweißtreibend und wird in der Homöo-pathie verwendet. Die Beeren enthalten mehr Vitamin C als Zitronen.

Name:

Die Lampionsblume erhielt ihren Namen nach den orangen Fruchtkelchen, die in ihrer Form einem Lampion ähneln. Weitere Bezeichnungen sind Judenkirsche (Ähnlichkeit jüdischer Kopfbedeckung mit der Fruchtform) und Blasenkirsche.
Auch der Gattungsname Physalis verweist auf den blasenförmigen Kelch der Pflanze (physa - Blase). Der Artname alkekengi ist die arabische Bezeichnung für diese Art.

Geschichtliches:

Im Mittelalter benutzte man die Pflanze als Heilmittel bei Blasensteinen. Nach der damals verbreiteten Signaturenlehre ging man davon aus, daß die Frucht in ihrem aufgeblasenem Fruchtkelch einem Blasenstein gleicht und demzufolge auch solche Krankheiten zu heilen vermag. Dazu ein Zitat von Tabernaemontanus, der die Pflanze, wie damals üblich Schlutten nennt: Von den Schlutten die Kirschen geessen ... reinigen die Nieren und Blasen / und treiben den Stein und Harn ... "
Sie zählte auch als Geheimmittel gegen Gicht und die Volksheilkunde nutzte die Pflanze bei Nierenerkrankungen. Eine Verwandte unserer Lampionsblume wurde vor etwa 200 Jahren von Seefahrern, ihres hohen Vitamin C - Gehaltes wegen, als Mittel gegen Skorbut verwendet.

In freundlicher Zusammenarbeit mit: www.botanikus.de

Lavendelheide (Pieris spec.)
Bestimmungsmerkmale:

In unseren Breiten gedeihen 2 Arten der Lavendelheide. Zum einen die Amerikanische Lavendelheide (Pieris floribunda) und die Japanische Lavendelheide (Pieris japonica). Beide Arten wachsen als Strauch, die Amerikanische Lavendelheide wird 1 - 2,5 m hoch, ihre japanische Verwandte bis zu 4 m. Die beide Arten tragen ihre glockigen, kleinen Blüten in Rispen. Die Blüten der Japanischen Lavendelheide sind maiglöckchenähnlich, ihr buntes Laub wirft sie im Winter nicht ab. Die Blätter sind länglich elliptisch und ähneln denen des Lavendels. Die grünen Zweige der Amerikanischen Lavendelheide sind behaart. Die Sträucher blühen von April - Mai.

Standort und Verbreitung:

Beide Arten werden bei uns als Ziersträucher in Gärten angepflanzt.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Lavendelheide enthält den Diterpenester Acetylandromedol. Der Giftstoff ruft auf Haut und Schleimhäuten Jucken und Brennen hervor. Es kommt zu Übelkeit und Erbrechen, starken Darmkrämpfen und Durchfall. Die lähmende Wirkung des Giftes erzeugt Atemnot und, bei entsprechender Dosis, auch den Tod.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Die Lavendelheide wird in der Heilkunde nicht genutzt.

Name:

Der deutsche Name bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Blätter mit denen des Lavendels. Die Gattung erhielt ihren Namen Pieris nach den in der griechischen Mythologie vorkommenden Pieriden. Der Artname japonica weist auf die japanische Herkunft dieser Pflanze hin, floribunda, der Artname der amerikanischen Art, bedeutet reichblütig.

In freundlicher Zusammenarbeit mit: www.botanikus.de
Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis)

Bestimmungsmerkmale:

Der Lebensbaum wächst bis zu 15 m hoch, tritt oft auch strauchartig oder mit mehreren Stämmen auf. Seine Rinde ist von graubrauner Farbe. Die schuppenförmigen Blätter sind immergrün, an ihrer Oberseite dunkler, an der Unterseite heller gefärbt. Sie riechen beim Zerreiben stark aromatisch. Die Blüten weiblichen bestehen aus 1 cm langen, erst grünen und sich später braun verfärbenden Zapfen, die männlichen sind kugelförmig. Ihre Blütezeit ist von April -Mai. Die braunen Samen sind geflügelt. Ähnlich dem Abendländischen Lebensbaum ist der Morgenländische Lebensbaum Platycladus orientalis (=Thuja orientalis) und eine weitere Art mit dem Namen Thuja plicata.

Standort und Verbreitung:

Lebensbaum wird bei uns als Zierstrauch in Parkanlagen, Gärten und auf Friedhöfen angepflanzt. Der Abendländische Lebensbaum kommt aus dem Osten Nordamerikas und ist bei uns am häufigsten anzutreffen.
Thuja plicata hat seinen Ursprung im Westen Nordamerikas und der Morgen-ländische Lebensbaum stammt aus China und Korea.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Alle drei Arten gelten als giftig und enthalten vorwiegend in den Spitzen der Zweige ätherische Öle, sowie das Thujon. Schon das wiederholte Berühren der Pflanze kann zu schweren Hautentzündungen führen. Bei innerer Aufnahme des Giftes kommt es zu starken Magen- und Darmentzündungen, Krämpfen und Nieren-, sowie Leberschädigungen. Das Thujon kann auch tödlich wirken.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Eine aus den Zweigspitzen bereitete Essenz wird in der Homöopathie verwendet. Man behandelt damit Gicht und Rheuma, Magenkatarrh, gewisse Neuralgien, sowie Augen- und Ohrenentzündungen. Das Thujon, auch enthalten im Salbei, Wermut und Rainfarn wurde Wermutlikör beigemengt, was allerdings bei entsprechendem Mißbrauch zu schweren psychischen Schäden bei den Betroffenen führte.

Früher wurde der Lebensbaum als Wurmmittel und zur Abtreibung verwendet. Mit äußerlichen Einreibungen behandelte man Gicht und Rheuma. Vergiftungen waren, durch unsachgemäße Dosierung, nicht selten.

Name:

Den Namen Lebensbaum stammt von der im 18. Jahrhundert gebräuchlichen Bezeichnung "Arbor vitae" (lat. Arbor - Baum, vita - Leben), möglicherweise seiner frisch aussehenden Blätter wegen. Nach dem Baum thyon, dessen wohlriechendes Holz die alten Griechen für ihre Brandopfer benutzten, benannte Linne die Gattung mit dem Namen Thuja (thyein -opfern). Der Name occidentalis bedeutet abendländisch und verweist auf den Ursprung dieser Art (von occidere für untergehen, bezugnehmend auf die untergehende Sonne).

Geschichtliches:

Das Holz des Lebensbaumes, wie auch das der Zedern und Zypressen, wurde auf Grund seiner großen Haltbarkeit im Altertum als Bauholz verwendet. Der Abendländische Lebensbaum kam 1596 und der Morgenländische Lebens-baum im Jahre 1752 nach Europa. Ab 1828 nutzte man den Lebensbaum als Wurmmittel.

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Leberblümchen (Hepatica nobilis)
Bestimmungsmerkmale:

Das Leberblümchen hat hellblau bis violette Blüten. Sie werden 2 - 3 cm groß und tragen 6 - 10 Blütenblätter. Auffällig sind die weißen Staubgefäße. Das Leberblümchen blüht von März - April. Die Laubblätter der Pflanze sind langgestielt und dreilappig. Sie wächst 8 - 25 cm hoch. Mitunter sieht man angepflanzt auch weiße, rosafarbene und rot blühende Varianten.

Standort und Verbreitung:

Das Leberblümchen wächst in Laubwäldern auf kalkhaltigem, mullreichen Lehmboden.
Die Pflanze ist fast in ganz Europa verbreitet.
Da das Leberblümchen verhältnismäßig früh im Jahr blüht, wird es leider immer wieder von Spaziergängern abgepflückt, ja sogar ausgegraben.
Bitte beachten sie deshalb, daß die Pflanze unter Naturschutz steht! Ferner sollte man die Frühjahrsblüher sowieso lieber an ihren Standorten belassen, anstatt sie nur kurze Zeit in der Vase zu bewundern.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Pflanze enthält unter anderem Protoanemonin. Die Vergiftungserscheinungen sind bei innerer Aufnahme Erbrechen, Durchfall und Schwindelgefühl. Das Gift reizt auch die Schleimhäute und wirkt auf das Nervensystem was Erregung, Krämpfe, Lähmungserscheinungen und auch Atemlähmung zur Folge haben kann. Schwere Vergiftungen kommen im Prinzip nur bei falscher Anwendung der Pflanze in der Volksheilkunde vor. Der Wirkstoff Protoanemonin kann auch äußerlich, insbesondere bei empfindlichen Personen zu Reizungen der Haut beitragen.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Die Pflanze wirkt bei Bronchitis und Entzündungen der Luftwege, auch soll sie bei Erkrankungen von Leber, Milz und Nieren von Nutzen sein. Heutzutage wird sie kaum noch verwendet.

Name:

Der Blattform wegen, die an die menschliche Leber erinnert, erhielt die Pflanze ihren Namen. Darauf bezieht sich auch der lateinische Gattungsname Hepatica, der seinen Ursprung in hepatos für Leber hat. Mancherorts wird die Pflanze, ihrer frühen Blütezeit wegen, auch Vorwitzchen genannt. Der Artname nobilis bedeutet soviel wie edel, vortrefflich und meint damit wohl die Heilwirkung.

Geschichtliches:

Die Pflanze fand im Mittelalter vor allem Anwendung bei Erkrankungen der Leber. Dazu Adam Lonitzer: "Das Kraut in Wein gesotten / öffnet die verstopffte Leber und treibet den Harn / reiniget Nieren und Blasen / ... ". Tabernaemontanus vermerkt: "Die Leberblümlein haben eine besondere Krafft und Tugend / die blöde und kranke Leber zu starcken / und deren Verstopffung zu eröffnen ..." Äußerlich wurde die frische Pflanze auch zum Heilen von Wunden eingesetzt. Und Hieronymus Bock empfiehlt auch: "Die bletter inn Wein gesotten / den mund damit geschwembt unnd gegurglet / ist gut wider die Mundt feule / geschwulst der Mandel / und des zäpffleins."

Das Leberblümchen ist geschützt!

In freundlicher Zusammenarbeit mit: www.botanikus.de
Hohler Lerchensporn (Corydalis cava)

Bestimmungsmerkmale:

Der Hohle Lerchensporn wächst aus einer hohlen Knolle etwa 15 - 30 cm hoch.
Die 10 - 20 Blüten haben einen langen Sporn und stehen waagerecht in einer endständigen Traube. Die Pflanzen blühen gewöhnlich rot, es gibt aber auch weiße Abarten. Sie erscheinen zeitig im Frühjahr, ihre Blütezeit ist März - Mai.
Jede Pflanze trägt 2 Blätter die doppelt dreizählig sind und eine blaugrüne Farbe haben. Weitere Lerchenspornarten in unseren Breiten sind der Feste Lerchensporn (C. solida), der Mittlere Lerchensporn (C. fabacea) sowie der Gelbe Lerchensporn
(C. lutea).

Standort und Verbreitung:

Der Hohle Lerchensporn wächst in Laubwäldern, in Gebüschen und Weinbergen fast in ganz Europa. Er braucht nährstoffreichen, lockeren Lehmboden.
Die Pflanze ist recht selten zu finden, aber von den anderen einheimischen Arten noch die am meisten verbreitete. An seinen Standorten kommt er allerdings oft in Rudeln vor. Lassen Sie die Pflanzen, auch wenn es sich um die ersten Frühjahrsboten handelt, stehen. Durch Abpflücken tragen sie nur dazu bei, daß die Arten noch seltener werden. Der Gelbe Lerchensporn wächst oft angepflanzt in Gärten.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Pflanze enthält verschiedene Alkaloide, in erster Linie das Bulbocapnin. Vergiftungen mit Lerchensporn sind selten, da die giftigen Stoffe vorwiegend in den Knollen vorkommen. Die Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Magen- und Darmbeschwerden, verbunden mit Durchfällen. Bei starker Giftaufnahme kommt es zu Krämpfen und Lähmungen, das Gift nimmt auch Einfluß auf das zentrale Nervensystem.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Lerchensporn war früher eine anerkannte Heilpflanze, wird aber heutzutage nicht mehr genutzt. Die Droge hat hypnotische und beruhigende Wirkung. Sie wurde vor und nach einer Narkose eingesetzt. Ihre stärkehaltigen Knollen werden in Rußland teilweise als Nahrungsmittel benutzt.

Name:

Der Gattungsname Corydalis kommt von dem griechischen Wort korydallis, das mit Haubenlerche zu übersetzten ist. Gemeint ist damit die gespornte Blüte, die Ähnlichkeiten mit den gespornten Füßen dieses Vogels aufweist. Auch der deutsche Name nimmt darauf Bezug. Den Artname cava erhielt die Pflanze ihrer hohlen Knollen wegen (cavus - hohl).

Geschichtliches:

Tabernaemontanus beschreibt verschiedene Lerchenspornarten unter dem Namen "Holwurz" und empfiehlt sie vorwiegend als Wundheilmittel, aber auch als schweißtreibende und leberstärkende Arznei sowie "wider alles Gifft".
In der Volksheilkunde nahm man die Pflanze als Wurmittel.

Der Lerchensporn ist bedroht!

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Gemeiner Liguster (Ligustrum vulgare)
Bestimmungsmerkmale:

Die weiße Blüten des Gemeinen Ligusters haben 4 Blütenblätter und stehen in dichten Rispen. Sie verströmen einen unangenehmen Geruch und erscheinen von Juni - Juli. Der Strauch wird 1,5 - 3 m hoch und trägt eiförmig-lanzettliche Blätter, die sich gegenüber stehen. Die Blattpaare sitzen kreuzförmig zueinander. Die Pflanze entwickelt ab September ihre schwarzen, erbsengroßen Beeren, die man auch noch im Winter am Strauch findet.

Standort und Verbreitung:

Die Pflanze wächst an Waldrändern und Gebüschen, sie ist wärme- und kalkliebend. Am meisten bekannt ist der Gemeine Liguster als Gartenstrauch und Begrenzungshecke. An Kinderspielplätzen sollte er nicht angepflanzt werden.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Inhaltsstoffe des Ligusters, wie auch seine Giftwirkung sind nicht vollständig gesichert. Ältere Quellen beschreiben unter anderem den Giftstoffe Ligustron. Als giftige Pflanzenteile gelten Rinde, Blätter und, insbesondere für Kinder gefährlich, die Beeren. Die Menge von 10 Beeren gilt im allgemeinen als ungefährlich.

Bei Aufnahme größerer Mengen erfolgt Erbrechen, Kopfschmerzen, starke Magen- und Darmbeschwerden und Durchfälle. Es wird auch von Kreislauflähmungen berichtet. Beim Kontakt mit der Haut kann es zu Hautentzündungen kommen.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Die Blätter des Gemeinen Ligusters verwendete man früher bei Mund- und Racheninfektionen. Die Droge ist heute nicht mehr im Gebrauch.

Name:

Die Pflanze trägt auch den Namen Rainweide und Tintenbaum.
Die Bezeichnung Liguster kommt von dem lateinischen Wort ligare für binden, da man die Zweige früher als Flechtwerk verwendete. Die deutsche Beiname gemein heißt, daß die Pflanze allgemein bekannt ist, der Artname vulgare drückt das selbe aus.


Geschichtliches:

Die Beeren des Gemeinen Ligusters wurden früher zum Färben von Wein benutzt.

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Schmalblättrige Lorbeerrose (Kalmia angustifolia)

Bestimmungsmerkmale:

Die Schmalblättrige Lorbeerrose wächst als immergrüner Strauch und wird bis zu einem Meter hoch. Die Pflanze trägt rosafarbene bis purpurrote, glockenförmige Blüten, die von Mai - Juni erscheinen. Die Laubblätter sind oval bis lanzettlich und ähneln denen des Lorbeers. Verwandt mit der Lorbeerrose ist der Berglorbeer (Kalmia latfoilia), der bis zu 6 m hoch werden kann und große rosa - weiße Blüten trägt.

Standort und Verbreitung:

Die Lorbeerrose stammt aus Nordamerika und wächst bei uns als Zierstrauch in Gärten. Sehr selten ist diese Pflanze auch verwildert zu finden.
Der Berglorbeer ist ebenfalls eine Gartenpflanze.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Lorbeerrose und Berglorbeer enthalten Acetylandromedol. Das Gift bewirkt Reizungen der Mundschleimhäute, Kribbeln der Haut, Übelkeit, Erbrechen, Schwindelgefühl, Schweißausbrüche sowie Magen- und Darmbeschwerden, verbunden mit Durchfall. Die Herztätigkeit verlangsamt sich und bei starker Vergiftung kann es auch durch Atemlähmung zum Tod kommen.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Die Pflanze findet in der Homöopathie Anwendung bei Herzentzündungen und Gelenkrheumatismus.

Name:

Der Ähnlichkeit der Blattform mit Lorbeerblättern und die prachtvollen Blüten gaben der Pflanze den Namen Lorbeerrose. Ihren Gattungsnamen Kalmia erhielt sie nach dem schwedischen Botaniker P. Kalm (1715 - 1779). Der Artname angustifolia heißt schmalblättrig, hingegen latifolia breitblättrig bedeutet.

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Löwenzahn (Taraxacum officinale)
Bestimmungsmerkmale:

Der Löwenzahn mit seinen gelben Blütenköpfen dürfte jedermann bekannt sein. Die Blütezeit ist von April - Juni, meistens blüht er auch im Spätsommer bis in den Herbst noch einmal. Die Früchte besitzen eine strahlenförmige Haarkrone, wodurch sie leicht vom Wind verbreitet werden können. Die Blätter des Löwenzahns bilden eine Rosette, haben eine lanzettliche Form und sind grob gezähnt. Der Stengel ist hohl, und die Pflanze führt einen weißen Milchsaft. Sie wird 10 - 50 cm hoch.

Standort und Verbreitung:

Man findet den Löwenzahn auf Wiesen, Äckern, an Wegen und in lichten Wälder. Er ist in ganz Europa, Teilen Asiens und Afrikas sowie in Nordamerika verbreitet. Eine Löwenzahnart wächst sogar auf Grönland, es ist Taraxacum lacerum.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Pflanze enthält den Bitterstoff Taraxacin. Durch das Pflücken der Blumen kann es bei Kindern zu entzündlichen Hautreaktionen kommen. Innerlich in größeren Mengen aufgenommen, gewöhnlich als Wildsalat, verursacht der Löwenzahn Schmerzen in der Leber, Durchfälle und rheumatische Beschwerden. Ferner wirkt er harntreibend, was bei Kindern zu Bettnässen führen kann.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Löwenzahn findet Anwendung bei Leberleiden, bei rheumatischen Erkrankungen und bei Magenbeschwerden. Er wirkt galletreibend und den Appetit anregend. Seiner harntreibenden Wirkung wegen ist er auch Bestandteil bei Frühjahrskuren.
In der Homöopathie setzt man ihn z.B. bei Gelbsucht und Magenentzündung ein.

Name:

Der Löwenzahn hat im Volksmund etwa 500 verschiedene Bezeichnungen. Einige davon sind Milchstöck, Kettenblume, Ringelblume, Lichtbloom, Hunde-blume, Teufelsblume, Pfaffenplatte und, seiner harntreibenden Wirkung wegen, auch Pissblume. Heutzutage nennt man ihn auch Pusteblume, Butterblume sowie Kuhblume.
Den Namen Löwenzahn erhielt die Pflanze ihrer gezähnten Blätter wegen.

Der Gattungsname Taraxacum stammt aus dem arabischen; die Pflanze soll von den damaligen Ärzten Tarakshagan genannt worden sein. Der Artname officinale weist auf die Verwendung als Arzneipflanze hin.

>b>Geschichtliches:

Außerdem den arabischen Ärzten hatten auch die alten Griechen Kenntnis von der Wirksamkeit des Löwenzahns. Theophrast beschreibt ihn z.B. unter dem Namen Aphake. Im Mittelalter tritt die Verwendung der Pflanze erst im 13. und 14. Jahrhundert auf. Hieronymus Bock, der die Pflanze auch Pfaffenröhrlein nennt, empfiehlt sie bei Leberleiden, Husten und Fieber, Magenschmerzen und Ruhr.

Über seine äußere Verwendung schreibt er unter anderem: "Die Weiber pflegen sich auch under den Augen mit disem wasser zu waschen / verhoffen dardurch ein lauter angesicht zu erlangen / und die rote purpur oder bläterlein (Sommersprossen) darmit zuvertreiben."

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Lupinen (Lupinus spec.)

Bestimmungsmerkmale:

Die Schmetterlingsblüten der Lupinen stehen in 30 - 50 cm langen Tauben, ihre Blütenfarbe ist entsprechend der Art verschieden. So unterscheiden wir zwischen der Gelben Lupine (Lupinus luteus), der Weißen Lupine (L. albus) und der Vielblättrigen Lupine (L. polyphyllus), die blau und als Zuchtform auch rot blüht. Die Laubblätter sind fingerförmig und bestehen aus 5 - 12 lanzettlichen Teilblättchen. Die Samen reifen in behaarten, eingeschnürten Hülsen heran und haben einen bitteren Geschmack. Lupinen werden bis 150 cm hoch und blühen von Juni - August.

Standort und Verbreitung:

Sie wachsen als Zierpflanzen und werden auch als Wildfutter angepflanzt. Lupinen dienen der Bodenverbesserung und werden aus diesem Grunde auch untergepflügt. Gelegentlich sieht man die Pflanzen verwildert wachsen.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Der höchste Giftgehalt, es handelt sich unter anderem um Lupinin und Spartein, befindet sich in den Samen. Die Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen, Schluckbeschwerden, be-schleunigter Puls und Kreislaufstörungen. Bei schwerer Vergiftung leidet der Patient unter Krämpfen, es erfolgt aufsteigende Lähmung bis hin zur Lähmung des Atemzentrums.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Lupinen werden in der Heilkunde nicht verwendet.

Name:

Die Bezeichnung Lupine stammt von lateinischen lupus für Wolf und bezieht sich möglicherweise auf die wolfsgrau behaarten Hülsen oder auf den bitteren Geschmack der Samen. So ist eine weiter deutsche Bezeichnung auch Wolfsbohne.

Geschichtliches:

Lupinen werden schon seit 400 v. Chr. als Grünfutter angebaut und auch von Plinius gibt es eine Beschreibung über die Gattung. Die in Nordamerika heimische Vielblättrige Lupine kam 1826 nach Europa.

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