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 GEHÖLZE 

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Standortbedingungen

Die Licht- und Temperaturverhältnisse, sowie die Wasser- und Nährstoffversorgung haben einen besonders nachhaltigen Einfluß auf das Wachstum der Gehölze. Diese Faktoren wirken aber nicht jeweils einzeln auf die bestimmte Pflanze, sondern stehen ständig im Wechsel miteinander. Darüber hinaus spielen auch die benachbarten Pflanzen eine erhebliche Rolle. Dazu kommt, daß das großräumig herschende Klima zwar die Licht-, Temperatur- und Wasserverhältnisse prägt, doch kleinräumig andere Kräfte die Wachstumsumstände ganz entscheidend verändern können.

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So ist ein Standort vor der Südwand eines Hauses deutlich wärmer, aber meist auch erheblich trockener, weil das von der Sonne erhitzte Mauerwerk die Wärme speichert und wieder abstrahlt, was an freier Stelle nicht der Fall ist. Damit sich der Pflegeaufwand in Grenzen hält, sollte man vor jeder Pflanzung die im Garten herrschenden Standortbedingungen versuchen zu klären. Die Auswahl an verschiedenen Gehölzarten für eine Gruppenpflanzung, Einzelstand oder eine Hecke richtet sich nach diesen Bedingungen.
Klimaverhältnisse

Durch das Klima werden durchschnittliche Temperaturen, das Auftreten von Frost, die Niederschlagsmengen, Sonneneinwirkung und Windverhältnisse bestimmt. Hier unterscheidet man zwischen Großklima (Makroklima), das durch die geografische Breite der jeweiligen Region bestimmt wird, und Lokalklima, das in einem bestimmten, recht begrenzten Gebiet herrscht. Auf Grund der Höhenlage, der Nähe zu einem Gebirgszug oder einem größeren Gewässer kann das lokale Wettergeschehen entscheidend vom Großklima abweichen.

Fortsetzung...
Da die Sommer mäßig warm, die Winter mäßig kalt und die Niederschläge im weltweiten Vergleich eine mittlere Höhe erreichen, liegt Deutschland deshalb in der gemäßigten Klimazone. Jedoch treten in den verschiedenen Landesteilen deutlich klimatische Unterschiede auf. So sind im Norden die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sehr viel geringer als im Süden. In den Mittelgebirgen ist das Klima weitaus rauher als in der Rheinebene. Diese klimatischen Gegebenheiten lassen sich nicht beeinflussen und bestimmen daher, welche Gehölzarten in einem Garten gepflanzt werden können. So wie alle Pflanzen, so werden auch Gehölze und Sträucher an das in ihrer Heimat herrschende Klima angepasst.
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Aus diesem Grund ist es sehr schlecht Pflanzen aus dem Mittelmeerraum ganzjährig bei uns zu kultivieren, wie z.B. Oleander (Nerium Oleander), Ölbaum (Olea europea) oder auch Brautmyrte (Myrtus communis), da diese unseren Frost nicht gut vertragen. Weshalb man diese Arten besser in Kübeln kultiviert und im Winter frostfrei überdauert. Für unsere Verhältnisse eignen sich nur Arten die aus ähnlichen Klimazonen stammen. Z.B. Essigbaum (Rhus typhina, Nord-Amerika) oder Ginkgo Biloba aus Ost-Asien.

Kleinklima
Das Klein- oder Mikroklima ist ebenfalls so zu beachten, wie die beiden vorher genannten Klimata. So kann innerhalb eines Gartens an manchen Stellen unterschiedlichstes Kleinklima herrschen, das vorteilhafte oder auch unvorteilhafte Plätze schafft. Besonders mild bleibt es auf der Südseite einer Hecke oder an einer Hauswand.Solche Stellen sind besonders geeignet für empfindliche Arten wie z.B Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) oder Straucheibisch (Hibiscus syriacus). Liegt ein Teil des Gartens in einer Mulde, werden sich in kalten Winternächten die schweren Kaltlüfte am tiefsten Punkt sammeln und durch die überlagernden, leichteren und wärmeren Luftschichten am abfliessen gehindert werden.
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Weshalb wir empfehlen an diesen tieferen Stellen keine frostempfindlichen Arten, wie z.B. Buchsbaum (Buxus), zu pflanzen. Deshalb sollte man auf widerstandsfähige Sträucher und Bäume zurückgreifen, wie z.B. Fingerstrauch (Potentilla fruticosa) oder Rotfichte (Picea abies). Doch auch die Gehölze selbst schaffen u.U. mit ihre Krone, in ihrem Einflußbereich ein eigenes charakteristisches Mikroklima. Die Verhältnisse unter dem Gehölz sind anders als auf freien Flächen.

Lichtverhältnisse
Eine direkte Einwirkung auf das Leben der Pflanzen aber auch auf das Klima hat Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung, da dieses Licht zur Photosynthese genutzt wird. Hinsichtlich dieses Faktors sind die Ansprüche der einzelnen Arten sehr unterschiedlich. Begriffe wie: Licht- und Schattenbaumarten stammen aus der Forstwirtschaft.
Erstgenannte können sich nur bei ausreichenden Lichtverhältnissen richtig entfalten, wogegen letztgenannte auch im Schatten gedeihen. Als Beispiel nennen wir hier die Stieleiche, die sich als Lichtbaumart nicht unterm dichtgeschlossenen Kronendach behaupten wird. Die Rotbuche, als Schattenbaumart dagegen, wird sich an dieser Stelle prächtig machen.
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Bei der Pflanzung ist es daher von unschätzbarem Wert zu wissen, welche Gehölze einen Schattenplatz lieben und welche Sonnenanbeter sind. In voll sonniger Lage gedeihen Feldahorn (Acer campestre), Schmetterlingsstrauch (Buddleja) und Ginster (Genista). Stellt man diese an einen Schattenplatz, so würden sie zwar nicht eingehen aber verkümmern. Ausgesprochene Schattenliebhaber sind: Heckenkirsche (Lonicera), Efeu (Hedera), Kletterhortensie (Hydrangea anomala ssp.petiolaris), aber auch Nadelgehölze wie die Hemlocktanne (Tsuga). Die Schattenarten sind meist zu erkennen an ihren weichen großen Blättern, die ihnen ein gute Verdunstung ermöglichen. Stünde sie in der prallen Sonne, so würde sie schnell unter Trockenheit oder schlimmer noch, unter Sonnenbrand zu leiden haben, z.B. Hortensie (Hydrangea macrophylla).

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