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Wissensdatenbank

Wieviele Karnivorenarten gibt es? (Zitat: Quelle: Gesellschaft für fleischfressende Pflanzen)

Die Venusfalle ist unter den Karnivoren wohl die bekannteste, es gibt jedoch sehr viel mehr fleischfressenden Pflanzen im Pflanzenreich. Dionaea muscipula, eben Venusfalle genannt und uns allgemein bekannt, wurde erst mal im 18te Jahrhundert beschrieben. Doch seit dem Anfang des 19te Jahrhundert entdeckte man mehr und mehr Pflanzen mit karnivore Eigenschaften, welche dann auch klassifiziert wurden. Inzwischen besteht die Pflanzengruppe der Karnivoren aus weit über 500 bekannte Arten und es kommen immer noch neue Arten dazu. Die fleischfressenden Pflanzen sind in 8 Familien unterteilt, bestehend aus 18 Gattungen. Nach Zählung von Jan Schlauer entstand folgender Übersicht, mit entsprechenden Artenzahlen. Wie immer streiten sich auch hier die Experten darüber, ob man nicht die ein oder andere Art nochmals aufspalten sollte.

Die Arten...
1) Bromeliaceae

    a) Brocchinia (2 Arten vielleicht karnivor)
    b) Catopsis (1 Art vielleicht präkarnivor)


2) Byblidaceae:

    a) Byblis (ca. 2 Arten)


3) Cephalotaceae:

    a) Cephalotus (1 Art)


4) Dioncophyllaceae:

    a) Triphyophyllum (1 Art)


5) Droseraceae:

    a) Aldrovanda (1 Art)
    b) Dionaea (1 Art)
    c) Drosera (ca. 142 Arten)
    d) Drosophyllum (1 Art)


6) Lentibulariaceae

    a) Genlisea (ca. 19 Arten)
    b) Pinguicula (ca. 70 Arten)
    d) Utricularia (ca. 215 Arten)


7) Nepenthaceae:

    a) Nepenthes (ca. 76 Arten)


8) Sarraceniaceae:

    a) Darlingtonia (1 Art)
    b) Heliamphora (6 Arten)
    c) Sarracenia (8 Arten)


Außerdem werden einige der obigen 546 Arten noch in verschieden Unterarten, Varietäten oder Formen aufgeteilt. Dazu kommen noch zahlreiche Hybriden (vor allem bei Nepenthes) und einige unbeschriebene Sippen. Insgesamt kann man sicher fast 700 einzelne Sippen unterscheiden.

Fallentypen...

  • Grubenfallen:



Sie bestehen aus trichterförmig gebauten Blättern, in die ein Tier zwar hineinstürzen, aber kaum wieder herausklettern kann. Dieser Fallentyp ist realisiert in Nepenthes, Darlingtonia, Sarracenia, Heliamphora und Cephalotus (sowie in Catopsis und Brocchinia, sofern man diese mit zu den Karnivoren rechnet).

Die Reusen...
von Genlisea und Sarracenia psittacina ermöglichen es den Beutetieren zwar hineinzukriechen, den Weg zurück versperren aber nach innen gerichtete Borsten äußerst wirksam.

Klappfallen...

Die Klappfallen in Dionaea und Aldrovanda funktionieren ähnlich wie die Schlageisen der Pelztierjäger, sobald ein Insekt sich auf den geoffneten Blätter niederläßt berührt es automatisch kleine Fühlhaaren, diese geben einen Impuls weiter, wodurch die Blätter zuklappen und das Insekt ist gefangen.

Passiven Klebefallen...
Bei den passiven Klebefallen von Byblis, Drosophyllum und Triphyophyllum, die aus kleinen unbeweglichen Tentakeln bestehen, wird die Beute mit klebrigen Schleim festgehalten, den Drüsen in der verdickten Tentakelspitze ausscheidet und somit wird das Insekt an die Flucht gehindert.

Aktiven Klebefallen...

Die aktiven Klebefallen von Pinguicula und Drosera machen es genauso, mit dem Unterschied, daß sich Blätter und Tentakel zusätzlich noch bewegen können und das Insekt aktiv an eine Flucht hindern können.

Saugfallen...
Die Saugfallen der Utricularia-Arten sind kleine Blasen, in denen die Pflanzen einen Unterdruck erzeugen. Stößt nun ein Beutetier (Pantoffeltierchen oder Wasserfloh) an die Fühlborsten der Falle, öffnet sich eine Klappe und das Opfer wird eingesaugt. Danach schließt sich die Klappe, der Fang wird verdaut und die Falle wird durch Auspumpen von Wasser wieder gespannt. Ein unglaublich faszinierender Mechanismus.

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