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Wurzeln und ihre Ansprüche...

In der freien Natur leben in gesunder Erde Milliarden von Mikroorganismen und Kleinstlebewesen, die aus natürlichen Abfällen Nährstoffe und neue Erde produzieren. In einem Pflanzgefäß findet dieser Kreislauf nicht statt, so das der Mensch dafür zu sorgen hat.

Die meisten Zimmerpflanzen gedeihen sehr gut in Industrie-Erden, Rindenkultursubstraten und torffreien- oder torfarmen Substraten. Diese sind unterschiedlich mit Tongranulat, Blähton, Perlite, Schaumstoffschnipsel, Holzspänen, oder Steinwolle verfeinert.

In der handelsüblichen Blumenerde sind hauptsächlich Kompost, Rindenhumus, Ton, Lehm, Torf und Sand verarbeitet.

Fortsetzung...
Damit die Pflanzen auf der Fensterbank nicht verkümmern, sollte jede normale Blumenerde einige Bedingungen erfüllen:

Eine gute Erde sollte Wasser speichern können. Gleichzeitig sollte sie locker sein, damit immer genügend Luft an die Wurzeln gelangen kann.

Pflanzliche Stoffe dürfen nicht schnell verrotten, damit die lockere Struktur lange stabil und durchlässig bleibt.

Die Erde muss Nährstoffe binden und freisetzen können, damit sie den Pflanzen zur Verfügung stehen.

Alle Erden sollten frei von Wildkrautsamen, Pestizidrückständen und Krankheitserregern sein.

Der optimale ph-Wert für Zimmerpflanzen liegt zwischen 5 und 6,5.

Orchideensubstrate...

Orchideen bevorzugen extrem luft- und wasserdurchlässige und nährstoffarme Substrate. Diese werden aus Weißtorf, Borke amerikanischer Nadelgehölze ( Vitabark, Silva Bark, California Rinde) und europäischer Kiefernborke hergestellt. Ebenfalls gibt es ein Substrat aus Spänen eines südostasiatischen Baumes. Diese Späne werden mit Perlite, Lava, Bimskies, Glimmergranulat, Ziegelsplitt, Blähton und Styroporschnipseln gemischt. Um Krankheiten zu verhindern, gehört etwas Holkohle in das Gemisch.

Ein weiteres Orchideensubstrat nennt sich “Orchid Chips“. Diese Schnipsel bestehen aus dem Kunststoff Polystyrol, aus dem auch Styropor gefertigt wird. Um Wasser und Nährstoffe besser speichern zu können, haben diese aber eine aufgeraute Oberfläche.

Kakteen und Sukkulenten Substrate...
Kakteenerden sollten durchlässig und nährstoffarm sein. Zu 50% besteht sie aus Lauberde, Komposterde oder Torf. Die anderen 50% bestehen aus Lavagrus, Hygromull oder Sand, damit die Durchlässigkeit gegeben ist. Sukkulente und Blattkakteen wachsen aber auch sehr gut in gewöhnlicher Blumenerde.
Substrate für Palmen...

In jungen Jahren mögen Palmen eine besonders lockere Erde, die aus Lauberde oder Komposterde mit etwas Sand besteht. Wenn sie älter werden mögen sie auch noch etwas Lehm.

Substrate für Farne...
Farne bevorzugen eine lockere Erde, die reich an organischem Material ist. Nur leider gibt es diese Spezialsubstrate nicht im Handel. Jedoch sind sie sehr einfach selber herzustellen:

3 Teile grobfaseriger Torf
3 Teile sterilisierte Laub- oder Komposterde
2 Teile grober Sand oder Perlite


In dieser Mischung wachsen auch sehr gut epiphytische Farne. Möchten Sie nicht selber mischen, verwenden Sie eine schwach gedüngte Einheitserde (Typ P), die keinen Kalk enthält, denn diesen vertragen Farne nicht.

Substrate für Azaleen...

Azaleen und andere Rhododendron-Arten mögen eine ausgesprochen saure Erde. Die üblichen Spezialerden sind in jedem Fachhandel zu bekommen und bestehen zu über 50% aus Torf, 25% Sand und 25% Komposterde.

Blähton für Hydrokultur...
Dies ist eine sehr gute Alternative zur Erdkultur, für alle, die nicht so viel Zeit haben und ihre Pflanzen häufig alleine lassen müssen. Blähton gibt es in vielen verschiedenen Größen und ist sehr gut als Wasserspeicher geeignet. Ernährt werden die Pflanzen durch wasserlösliche Nährstoffe.

Der Wasservorrat reicht meist für mehrere Wochen und der Nährstoff- und Düngedepot für mehrere Monate.

Nur leider ist nicht für jede Pflanze Blähton zu empfehlen. Älteren oder Schwächeren Pflanzen sollte man diese Prozedur ersparen, da die ganze Erde aus dem Wurzelballen entfernt werden muss und sich nur starke Pflanzen davon wieder erholen.

Tongranulat als Nährstoff- und Wasserspeicher...

Dieses Substrat besteht zu zwei gleichen Teilen aus Erde und Tongranulat.
Bei der Umstellung muss nicht die gesamte Erde vom Ballen entfernt werden, sondern die Pflanze wird in ein neues Pflanzgefäß verpflanzt und mit diesem Tongranulat umgeben. Für vergessliche Pflanzenfreunde ist zu empfehlen, eine Wasserspeicheranzeige mit einzupflanzen. Diese zeigt immer an, wenn wieder gegossen werden muss.

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