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Pflege

Durch aufmerksame Pflege der Pflanzen wird ein prächtiges Aussehen mit reicher Blüte erzielt. Manche Arten gedeihen auch ohne aufwendige Pflege, andere jedoch kommen ohne diese Pflege nicht aus. Anders als in der freien Natur, in der die Pflanzen nur an den Stellen siedeln, die ihren speziellen Ansprüchen gerecht werden, ist der Garten dagegen ein künstlich geschaffener Lebensraum, in dem die Pflanzen entsprechend versorgt werden müssen.

Bewässerung
Ohne Wasser kein Leben. Da eine Pflanze zum größten Teil aus Wasser besteht, funktioniert ihr Stoffwechsel nur mit Hilfe desselben, indem die Nährstoffe aufgelöst sind und so von der Pflanze aufgenommen werden können. Der auslösende Mechanismus für den Transport ist die Verdunstung. Durch Abgabe von Wasserdampf über die Blätter entsteht in der Pflanze ein Vakuum, das den Wurzeln eine erneute Aufnahme von Wasser aus dem Boden ermöglicht und damit den Transport in alle Pflanzenteile gewährleistet. Fehlt der Unterdruck, so kann kein Wasser aufgenommen werden, oder fehlt an den Wurzeln ausreichend Wasser, fehlt also der Druck in der Pflanze, dann verwelkt sie.

Das wichtigste Aufnahmeorgan ist die Wurzel. Angetrieben durch die Verdunstung, assimilieren die Wurzeln das Wasser mit gelösten Nährstoffen aus dem Boden. Dies funktioniert allerdings nur dann, wenn ausreichend Wasser im Boden ist. Im Gegensatz zur freien Natur, kann im Garten der Wasserhaushalt gesteuert werden, fehlende Niederschläge können durch Gießen ausgeglichen werden. Natürlich spielt hier die Bodenbeschaffenheit eine erhebliche Rolle.

Das Wasser
Wasser ist allerdings nicht gleich Wasser. Das Leitungswasser ist je nach Herkunft sehr unterschiedlich und meistens mit einigen unerwünschten Stoffen belastet, wie z.B. Kalk. Wasser das zum Kochen oder Waschen reicht, kann jedoch bei Pflanzen verheerende Folgen haben. Zwar zeigen sich Sommerblumen gegenüber Kalk recht tolerant, jedoch bei zu hohem Kalkgehalt gedeihen sie nicht mehr so schön wie man sich dies wünscht.
Alternativ bietet sich das Brunnenwasser an, wobei man daran denken sollte, dass dieses Wasser meist extrem kalt ist und somit abstehen sollte, um den Pflanzen einen Kälteschock zu ersparen.


Doch es gibt noch eine billigere Möglichkeit und zwar das Auffangen von Regenwasser. Regentonnen und Zisternen können große Mengen an Wasser speichern, die bei Bedarf zur Verfügung stehen. Es lässt sich leicht am Regenrohr eine Abzweigung anbringen, welche dann in die Regentonne mündet. Da dieses Wasser meist länger steht hat es die Umgebungstemperatur angenommen und ist gut geeignet zum Gießen. Obwohl durch Umweltbelastung auch das Regenwasser betroffen ist, ist es trotzdem die bessere Lösung.

Zeitpunkt des Gießens
Die Natur versah die Pflanzen auf unterschiedlichste Weise mit Schutzmethoden gegen das Austrocknen. Manche sind von einer wasserundurchlässigen Schicht umgeben, besitzen Wachsschichten, Haarfilze auf den Blättern oder schließbare Spaltöffnungen und die Fähigkeit ihre Blätter einzurollen, um so Trockenperioden zu überstehen. Lang andauernde Hitzewellen mit anhaltendem Wind trocknen den Boden besonders schnell aus. Eine trockene Erdkruste ist aber noch kein Anzeichen für Wassermangel.


Am besten prüft man die Bodenfeuchtigkeit, indem man einen Finger einige cm in das Erdreich steckt. Spürt man noch eine leichte Feuchtigkeit, so ist noch genügend Wasser vorhanden. Gießen muß man spätestens dann, wenn erste Verwelkungserscheinungen auftreten. Herabhängende Blattspitzen und Blütenköpfe sind ein deutliches Anzeichen für Wassermangel. Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist morgens, da dann den ganzen Tag genügend Wasser zur Verfügung steht, obwohl hier die Meinungen auseinander gehen. Doch stellen Sie sich die einfache Frage: „Gehe ich gerne mit nassen Socken ins Bett?“ Die Pflanzen stellen ihren Stoffwechsel nachts auf ein Minimum herunter, wodurch auch kaum Wasser von den Wurzeln aufgenommen wird.

Effektives Gießen
Wenn das Gießen effektiv sein soll, dann ist es wichtig, dass das Wasser auch bis zu den Wurzeln kommt, da diese ja für die Wasseraufnahme zuständig sind. Sorgen Sie dabei für eine gleichmäßige Wasserverteilung, denn um so weitläufiger wird sich das Wurzelsystem der Pflanze entwickeln. Wird nur oberflächlich gegossen, so werden sich die Wurzeln dicht unter der Erdoberfläche entwickeln; es sind aber auch gerade diese Wurzeln, die als erstes vertrocknen und die Pflanze verkümmern lassen. Wenn Sie einmal täglich den Boden gut durchfeuchten, ist ein ausreichender Wasservorrat -bei normalen Bodenverhältnissen- gewährleistet. Mehrfache oberflächliche Wassergaben sind dagegen nicht sehr effektiv.
Richtige Gießmethode

Dies ist abhängig von der Größe der Pflanzungen. Bei kleinen Beeten und sonstigen kleinen Pflanzungen verwenden Sie am besten die Gießkanne, wobei Sie darauf achten sollten, die Pflanzen selbst so wenig wie möglich zu benetzen, also direkt auf den Boden gießen. Wenn dabei kleine Pfützen entstehen ist dies von Vorteil, da das Wasser dann durch langsames Versickern auch die tiefergelegenen Pflanzenteile erreicht. Bei größeren Pflanzungen wird der Gartenschlauch eingesetzt, da das Gießen von Hand sehr mühselig ist. Doch auch hier gilt, hauptsächlich die Erde zu gießen und nicht die Pflanzen. Wichtig dabei ist, dass man weder einen Sprühnebel, noch einen starken Strahl hat. Besser ist es, wenn große Tropfen aus geringer Höhe auf die Erde fallen um eine optimale Bewässerung des Erdreichs zu erreichen. Sicherlich kann man auch handelsübliche Bewässerungssysteme einsetzen, die das Ganze vereinfachen, dafür aber den Geldbeutel belasten...!

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