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 SOMMERBLUMEN 

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Allgemeines

Das sich aus einem unscheinbarem Samenkorn eine komplette Pflanze mit üppigem Wuchs und Blütenpracht entwickelt ist ein echtes Phänomen. Bei den Sommerblumen kann man dies genauestens beobachten. In einem Samenkorn sind alle Eigenschaften wie Blütenfarbe, Blattform, Wuchsgröße und Wurzelwerk gespeichert und somit gleicht es einem Mikrochip. Erhält der Samen optimale Bedingungen zum Keimen, so wird aus ihm in kürzester Zeit eine blühende Pflanze, die Garten oder Balkon erstrahlen läßt.

Das Saatgut
Eine große Auswahl an Sämereien macht es jedes Jahr schwer, sich für bestimmte Sorten zu entscheiden. Samenkauf ist Vertrauenssache. Abgepackt in kleinen Tüten, nach Sorte, Farbe und Eigenschaften säuberlich sortiert, oder alternativ als interessante Blumenmischung. Um eine vorzeitige Keimung zu vermeiden, sollte der Samen trocken, dunkel und luftdicht verpackt sein, am besten geeignet sind die sog. Keimschutzpackungen.
Kauf nach Bedarf

Vor dem Kauf des Saatguts, muss man sich überlegen, welche Pflanzen sich am besten für die von Ihnen ausgewählten Standorte eignen. Dabei muss beachtet werden, dass Schattenpflanzen auch im Schatten stehen und die Sonnenanbeter nicht im Schatten landen. Verfügen Sie über einen besonders großen Garten, empfehlen wir Ihnen einen Pflanzplan zu erstellen, nach dem die Zahl der benötigten Pflanzen berechnet werden kann. Viele Sommerblumen werden in bunten Mischungen angeboten. "Prachtmischung" z.B. von Strohblumen (Helichrysum) oder Sommerastern (Callistephus) enthalten Samen in unterschiedlichen Farben. "Formelmischungen" enthalten eine begrenzte Anzahl von Farben, meist rot, gelb und blau. Bevorzugt man eine bestimmte Farbe, gibt es die Farbmischungen einer Farbe in verschiedenen Schattierungen. Bei den Farbsorten handelt es sich um eine ganz bestimmte Farbe, wie z.B. "Blaues Wunder" der Vergissmeinnicht, welche tief-blau blühen. Die Sorte "Rosa Traum" blüht -wie der Name schon sagt- zart-rosa.

Fortsetzung...
Je nach Pflanzengattung unterscheiden sich Samen in Form, Gewicht und Farbe, wie Begoniensamen, die staubfein sind; 1000 Stück wiegen gerade mal 0,025g. Zum Vergleich wiegen 1000 Samen einer Dahlie 25 kg. Manch ein Gärtner war sehr enttäuscht über die kleine Menge, für die man viel Geld ausgegeben hatte, anschließend jedoch sehr überrascht, wieviel Pflanzen sich daraus entwickelten.
Verschiedene Samenformen

Unbehandelte natürliche Samen werden ebenso angeboten, wie Samen die zur besseren Handhabung oder gleichmäßigerem Ergebnis veredelt werden. Letztere sind aber etwas teurer. Manche Samen werden, um Krankheiten und Schädlingsbefall vorzubeugen, gebeizt, um sie in der Wachstumsphase zusetzlich zu schützen.

  • Normales Saatgut: Dies wird nach der Ernte gesäubert und getrocknet und anschließend zum Verkauf angeboten.

  • Kalibriertes Saatgut: Die Samen werden nach Größe sortiert und nur die Größten gelangen in den Verkauf. Dies hat eine gleichmäßige Keimung zur Folge.

  • Pilliertes Saatgut: Um die Aussaat zu erleichtern, werden zu feine Samen mit einer Hülle ummantelt. Diese Hülle enthält keimungsfördernde Stoffe.

Selbstaussaat
Viele Sommerblumen zerstreuen ihre Samen selbst und sorgen so auf natürlichem Wege für ihre Vermehrung. Ringelblume (Calendula), Lupine (Delphinum) und viele andere finden sich im darauffolgenden Jahr an anderen Stellen im Garten wieder. So sorgen diese Pflanzen jedes Jahr für neue Überraschungen, aber erfreuliche...!
Selbstgesammelte Samen

Um Samen für die nächste Aussaat zu erhalten, besteht auch die Möglichkeit, Samen selbst zu ernten. Hierzu erntet man zunächst die verblühten Blütentriebe, trocknet die Knospen, reinigt diese und verpackt sie zur Überwinterung in Keimschutzpackungen, z.B. Klatschmohn (Papaver rhoeas), Feuersalbei (Salvia splendens). In jedem Fall sollte eine Keimprobe durchgeführt werden, sowohl bei gekauftem als auch bei selbst gelagertem Saatgut.

Die Keimprobe
Je nach Saatgut werden 20 - 40 Samen auf ein feuchtes Löschpapier in eine Schale gelegt. Damit nicht zu viel Wasser in die Schale gelangt, sollte der Samen mit einem Zerstäuber befeuchtet werden. Die Schale sollte an einem gleichmäßig warmen (20°C) und hellen Ort gestellt und regelmäßig befeuchtet werden. Ist durch kleine grüne Spitzen eine Keimung zu sehen, sollte man diese zählen. Wenn fast alle Samen gekeimt haben, ist das Saatgut von guter Qualität. Beträgt die Keimfähigkeit aber nur ca. 20%, so sollte man auf eine Aussaat verzichten, um Enttäuschungen zu vermeiden. Hat etwa die Hälfte der Samen gekeimt, so benötigt man die doppelte Menge um die erzielte Menge an Jungpflanzen zu erhalten.
Anzuchtgefäße

Um den Samen optimale Bedingungen zur Keimung und weiteren Entwicklung zu bieten ist es wichtig, bei der Wahl von Erden und Gefäßen auf folgendes zu achten um unnötige Kosten zu vermeiden. Für die Aussaat eignen sich die einfachsten Schalen, Kisten und auch kleine Blumentöpfe oder auch Joghurtbecher, da sie, wenn sie groß genug sind, an anderer Stelle gepflanzt werden. Wichtig ist jedoch darauf zu achten, dass ein Abzugsloch vorhanden ist um überschüssiges Wasser ablaufen zu lassen. Um auf Nummer sicher zu gehen, werden auch im Handel entsprechende Gefäße angeboten. Diese "Profi-Gefäße" reichen von Multiplatten über einfache Kunststoffschalen bis zu Styroporgefäßen. Letztere sind zwar nur gering bruchfest, dienen aber zum Ausgleich als guter Wärmespeicher.

Torfquelltöpfe
Hierbei handelt es sich um Paletten, bei denen die Löcher mit gepresstem Torf gefüllt sind, der beim vorsichtigen Gießen aufquillt. Der Samen wird auf den feuchten Torf gelegt, wo er anschließend nach regelmäßigem Gießen festwächst. Ist daraus eine kräftige Jungpflanze geworden, so kann diese mit dem Torf aus der Palette genommen und eingepflanzt werden.
Anzuchterden

Diese müssen für die zarten Wurzeln der Keimlinge, spezielle Ansprüche erfüllen. Damit die Keime wurzeln und leicht durch das Substrat hindurchwachsen können, muss dies feinkörnig und durchlässig sein; ebenfalls sollte Wasser leicht ablaufen können. Um die zarten Keimlinge vor Krankheiten zu schützen, muss das Substrat keimfrei und nährstoffarm sein. Denn zu hoch konzentrierter Nährstoffgehalt im Substrat führt zur Verbrennung der Wurzeln.

Einheitserde
Hierbei handelt es sich um industriell hergestellte Erde, hauptsächlich bestehend aus Ton und Weißtorf. Sie enthalten Nährstoffe und Kalk. Nachfolgende Einheitserden sind für die Jungpflanzenkultur geeignet:
  • Erde Typ 0: Auch als 0-Erde bezeichnet weil sie nur aus Torf, Ton und Kalk besteht und durch Düngergaben auf die Pflanze eingestellt wird.

  • Erde Typ VM: Diese Erde enthält nur geringe Mengen an Nährstoffen und ist durch Untermischung von Perlit besonders locker. Eignet sich optimal als Vermehrungserde.

  • Erde Typ P: Hier steht das P für Pikiererde. Sie eignet sich am besten für etwas größere Jungpflanzen, da sie alle wichtigen Nährstoffe enthält.

  • Erde Typ T: Sie besteht aus Torf, Ton und Kalk, hat doppelt so viele Nährstoffe wie Pikiererde und ist besonders für Topfkulturen geeignet, weil die Nährstoffe erst nach 4 - 6 Wochen verbraucht sind.

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